Städtepartnerschaft Cuxhaven und Hafnarfjördur

Foto:Schlüsselburg

Der flüsternde Riese auf der Insel des Feuers

Kurzunternehmen in taktischer und "touristischer" Hinsicht ein Erfolg für die Männer des MFG 3

cn/kk. - Kürzlich landete ein Seefernaufklärer vom Typ "Breguet Atlantic" aus Nordholz auf der US-Marinefliegerbasis (Naval Air Station) Keflavik im Südwesten Islands. Zwei Einsatzflüge, der Erfahrungsaustausch mit den Verantwortlichen vor Ort auf Island und der Besuch in Cuxhavens Partnerstadt Hafnarfjördur standen auf dem Programm der 18-köpfigen Besatzung.

Unter dem Kommando von Kapitän zur See Jürgen Ehle, Kommodore des Marinefliegergeschwaders 3 "Graf Zeppelin", führte die Besatzung zwei taktische Einsatzflüge in der Nähe der Färöer-Inseln durch.

Bei diesen beiden Flügen in einem Gebiet von der fast dreifachen Größe Niedersachsens verschaffte sich der Kommodore einen detaillierten Überblick über die Besonderheiten der taktischen Seeraumaufklärung.

Einsätze dieser Art in außerheimischen Gewässern müssen mit verschiedenen Stellen auf ziviler und militärischer Seite koordiniert werden, in diesem Fall zwischen dem Marinefliegergeschwader 3 "Graf Zeppelin", dem Marinehauptquartier in Glücksburg und den amerikanischen Marinefliegern in Keflavik sowie den beteiligten Flugsicherungszentren in Deutschland, Dänemark, Großbritannien und Island.

Auf dem Hinflug konnte die Besatzung mit Hilfe der Sensoren Radar und Infrarot ein Aufklärungsschiff der russischen Marine lokalisieren und identifizieren, welches durch die meterhohen Wellen des Nordatlantiks in Richtung Heimat stampfte.

In den später 80er und frühen 90er Jahren konnte immer wieder eine "Breguet" regelmäßig in Keflavík angetroffen werden. Drei Wochen dauerte seinerzeit eine Verlegung des Flugzeugs samt fliegender Besatzung und eines Technikerkontingents.

Die Frage, warum denn vor gut zehn Jahren die Nordholzer "Breguets" über den eisigen Gewässern des Nordatlantiks flogen, ist leicht zu beantworten: Sowjetische und später russische Nuklear-U-Boote mussten auf ihrem Weg aus den bzw. zurück zu den Stützpunkten der Nordmeerflotte die Gewässer zwischen Island, den Färöern und Großbritannien durchfahren.

Zurück in die Gegenwart: Nach der Landung in Keflavik besuchte Kapitän zur See Ehle unter fachkundiger Leitung die militärischen Einrichtungen vor Ort und nutzte die Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch mit den Soldaten der auf Island stationierten amerikanischen Streitkräfte. Natürlich durften Besuche in Cuxhavens Partnerschaft Hafnarfjördur und der Hauptstadt Islands, Reykjavi­k, nicht fehlen. Die beiden isländischen Städte zeigten ihren Gästen aus Nordholz den typisch nordischen Charme, den man auch in Norwegen und Schweden antrifft: den Hafen, eine kleine Fußgängerzone sowie moderne und traditionelle Architektur in harmonischem Miteinander.

Quelle: CN-Online

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