Städtepartnerschaft Cuxhaven und Hafnarfjördur

Foto:Schlüsselburg

Musikaustausch

CUXHAVEN. Es ist immer wieder schön zu erleben, wenn Städtepartnerschaften nicht nur auf dem Papier existieren. Und dies liegt meist an ehrenamtlich tätigen Personen.
So ist es auch beim Musikaustausch zwischen dem Amandus-Abendroth-Gymnasium und der Tónlistarskóla Hafnarfjördur.
Initiiert von Friederike Wollny, fand dieser Austausch nun zum zweiten Mal statt. Nach dem Besuch des AAG-Orchesters unter Leitung von Uli Schultz auf Island 2016 war nun eine Gruppe isländischer Nachwuchsmusiker aus Hafnarfjördur in Cuxhaven, angeleitet von Ármann Helgason mit einem Team aus vier zum Teil international tätigen Musikerinnen. Die Jugendlichen wurden privat untergebracht. „Die Familien haben sich großartig um ihre jungen Gäste gekümmert, viele Aktivitäten entwickelt. Da gilt es ein großes Dankeschön zu sagen“, so Friederike Wollny.

 

 Brasssection  Gesamtprobe

Gesamtprobe: Die gemeinsamen Proben wurden von Lehrern und Jugendlichen sehr ernst genommen.Was am Ende heraus kam, war mehr als hörenswert. Foto: Uli Schultz 

Der Musikaustausch ist für ein Jahr in das Erasmus-Programm der EU aufgenommen worden. Für die finanzielle Unterstützung muss aber auch Leistung erbracht werden. Und so probten die Jugendlichen nicht nur intensiv sieben isländische Folksongs, sondern erarbeiteten in Kleingruppen auch die Übergänge in Form von Improvisationen und Naturgeräuschen, mit denen der Geist der Lieder untermalt wurde. Das Publikum wurde vorgesehen, die „Sinfonie“ durch Wind, Pferdegetrappel und Tierrufe zu unterstützen. Höhepunkte des Besuchs waren drei Konzerte. eines auf dem Kaemmererplatz und zwei in der Aula des AAG. Die Betreuer beobachteten, dass sich durch das gemeinsame Proben und die Konzerte das Zutrauen der Schüler in die eigene Leistungsfähigkeit gesteigert hatte und dass sich diejenigen, die sonst eher zurückhaltend waren, öffneten. Dieses gemeinsame Musizieren über Landesgrenzen und Kulturkreise hinaus schafft eine starke Verbindung zwischen den Menschen, Zuhörern wie Musikern. Durch diese nonverbale Kommunikation werden tiefe emotionale Ebenen angesprochenen. Dazu trug sicherlich auch das bunte Rahmenprogramm bei, das die Cuxhavener Organisatoren Friederike Wollny und Ulrich Schultz auf die Beine gestellt hatten. Cuxhaven, Bremen und Hamburg wurden bei Stadtrundfahrten erkundet, es gab den Besuch im Museum Windstärke 10 und eine gemeinsame Wattwanderung.

Alle waren sehr zufrieden mit dem Besuch. Die Planungen für den nächsten Besuch des AAG-Orchesters in Hafnarfjördur im September 2018 haben schon begonnen. Herwig V. Witthohn

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 Werke von Mussorgsky und Bizet begeisterten das Publikum in der Aula des Amandus-Abendroth-Gymnasiums. Die jungen Musiker aus Hafnarfjördur und Cuxhaven hatten nach intensiven Proben großen Spaß am gemeinsamen Konzert.
 Foto: Melanie Eitzen-Fischer
 Beim Wattspaziergang wurde auf die Geräusche des Meeres besonders geachtet.
Foto:  Ingibjörg Borsteinsdottir
 Der Ausflug nach Bremen brachte den Jugendlichen viel Spaß. 
Foto: Ingibjörg Borsteinsdottir

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