Städtepartnerschaft Cuxhaven und Hafnarfjördur

Foto:Schlüsselburg

Die Insel aus Feuer und Eis

01.11.2015
Hafnarfjördur. Island – die Insel aus Feuer und Eis ist bei Touristen so beliebt wie nie zuvor. Davon konnten sich die 53 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 5. Woche des Sports Cuxhaven-Hafnarfjördur vom 19. bis 26. Oktober persönlich überzeugen.

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Fotos: Witthohn

Ein Organisationskomitee mit dem Gründer der Woche des Sports, Herwig V. Witthohn, dem 1. Vorsitzenden des TSV Altenwalde Werner Demuth, Ralf Neuendorf, Holger Pape, Wolfgang Hoffmann, Thorsten Döscher, Bernd Zimmermann, Jürgen Donner und Mirco Finck hatte auch diese Woche des Sports bestens vorbereitet. Auf isländischer Seite organisierte Gisli Valdimarsson den Besuch der großen Cuxhavener Gruppe. Gastgeber der Cuxhavener Handball-Jugendlichen aus Reihen des TSV Altenwalde war FH Hafnarfjördur. Mitgereist war aber auch die Cuxhavener Ratsvorsitzende Ulla Bergen und eine kleine Delegation des BC Cuxhaven.
Der Handballnachwuchs des TSV Altenwalde war natürlich nicht nur zum Sightseeing nach Island gekommen. Unter bewährter Leitung von Holger Pape, Maggi Friedrich und Jana Pohling absolvierten die Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 17 Jahren umfangreiche Trainingseinheiten. Bei einem Turnier mit Team von FH Hafnarfjördur, Fram Reykjavik und Haukar Hafnarfjördur konnten die Mädchen gut mithalten, gewannen ein Spiel, verloren ein Spiel und sicherten sich ein Remis. Die Jungen mussten gegen spielstarke und technisch versierte Isländer dagegenhalten, was auch gut gelang. Ein Sieg sprang dabei jedoch nicht heraus.
Ein echtes Erlebnis war der Besuch der Cuxhavener in der Blauen Lagune. In dem sehr warmen hellblauen Wasser wurde ausgiebig gebadet und der Heilschlamm benutzt. Vorher wurde die Halbinsel Reykjanes besucht. Über eine Brücke ging es von Europa nach Amerika. Kein Scherz, denn die Halbinsel befindet sich direkt über der Riftzone. Eine Brücke zwischen den Kontinenten führt über eine Spalte in der Nähe der Gunnuhver. Eine Schautafel erläutert vor Ort ausführlich den Effekt der Plattenverschiebung anhand des Beispiels Island.
Natürlich durfte auch eine Stadtrundfahrt durch Cuxhavens Partnerstadt nicht fehlen. Gisli Valdimarsson präsentierte bei einer Bustour die Schönheiten der ständig wachsenden Stadt Hafnarfjördur, die direkt vor den Toren der Hauptstadt Reykjavik liegt. Herwig V. Witthohn schilderte, warum Elfen in Hafnarfjördur eine große Rolle spielen.
Auch Erstliga-Handballspiele wurden besucht. In Reykjavik sah man sich die Partie Fram Reykjavik gegen FH Hafnarfjördur an. Die Herren von FH, sonst die Talentschmiede Islands (Aron Palmarsson und viele andere international erfolgreiche Spieler) unterlagen mit 18:20 und stehen nur auf dem 8. Platz. Und auch die Handballfrauen von FH kommen noch nicht so richtig in Tritt. Ausgerechnet gegen den Nachbarschaftsverein und Dauerrivalen Haukar Hafnarfjördur gab es eine 26:31-Heimniederlage. Da nutzte auch die lautstarke Anfeuerung durch die zahlreichen Cuxhavener nichts.
Der Höhepunkt des Island-Besuchs war jedoch die Golden Circle-Tour. Zunächst ging es per Reisebus in den Südwesten nach Thingvellir. Hier tagte ab 930 einmal jährlich die gesetzgebende Versammlung, das Alting (bis 1798). An diesem historischen Ort wurde am 17. Juni 1944 auch die Republik Island ausgerufen. In heutiger Zeit ist die Schlucht von Thingvellir durch die Fernsehserie „Game of Thrones“ bekannt. Hier hausten Wildlinge, hier ist der Eingang zum Anwesen der „Herrin des Grünen Tales“. Überhaupt wird für diese Serie immer wieder auf Island gedreht, so auch 2015 für die neue Staffel. Weiter ging es zu den Geysiren und heißen Quellen in Haukadalur. Beeindruckend der Strokkur (Butterfass), ein Geysir, der alle zehn bis 20 Minuten eine 20 Meter hohe Fontäne ausspuckt.
Krönender Abschluss war der Besuch des Gullfoss. Der Wasserfall des Flusses Hvítá besteht aus zwei Stufen (elf Meter, 21 Meter) und ist ein echtes Naturschauspiel. Die Wassermassen tosen in eine Schlucht, die 2,5 Kilometer lang ist. Als Reiseleiterin fungierte Asa Maria Valdimarsdottir, die in perfektem Deutsch, großem Sachverstand und auf ihre freundliche Art den Cuxhavenern die Schönheiten ihres Landes näher brachte.
Unvergesslich wird den Cuxhavenern der Ausflug nach Vik bleiben. Erster Stopp war beim Vulkan Eyafjallajökull.
Diesen unausprechbaren Namen beherrschten viele aus der Gruppe dann doch ganz gut. Ein interessanter Film informierte im kleinen Museum beim Vulkan über den Ausbruch am 14. April 2010, der den gesamten Flugverkehr über Europa lahm legte und das Leben der Familie von Landwirt Olafur Eggertsson, dessen Hof direkt unter dem Ejafjallajökull liegt.
Weiter ging es nach Vik zum Gedenkstein Islandfischerei in Vík í Myrdal, der an die vor Island umgekommenen deutschen Hochseefischer erinnert. Direkt um die Ecke liegen Kap Dyrhólaey und Lagune Dyrhólaós. Der Lavasandstrand von Dyrhólaós wurde bereits unter die zehn schönsten Strände der Welt gewählt. Pechschwarzer Lavasand trifft auf ein stahlblaues Meer, dessen Wellen an die Füßen der stummen Wächter aus dunklen Basaltsäulen rollen. Beeindruckend sind aber auch eine große Höhle und das Felsentor. Und vor der Küste befinden sich drei schwarze Felsnadeln (Dykes), die Reynisdrangar: „Skessudrangur“, „Landdrangur“ und „Langsamur“. Eine Legende berichtet, dass Trolle ein Schiff ans Land bringen wollten und dabei versteinert worden seien.
Einladung ausgesprochen
Bei einem gemeinsamen Essen bedankte sich Herwig V. Witthohn bei Gisli Valdimarsson und Gudjon Sverrisson (FH Hafnarfjördur) für die erwiesene Gastfreundschaft. Er überbrachte Grüße von Ortsbürgermeister Ingo Grahmann und dem Vorsitzenden des TSV Altenwalde, Werner Demuth.
Überreicht wurden auch Kugelbaken in Miniformat sowie Präsente der Stadt Cuxhaven (Schlipse, Cuxhaven-Bücher, Cuxhaven Wein). Holger Pape bedankte sich als Abteilungsleiter Handball auch bei den Jugendlichen, die diese Reise angetreten hatten sowie bei den Betreuern, die sich um die Jugendlichen kümmerten. Ralf Neuendorf, 3. Vorsitzender des TSV Altenwalde, sprach gleich die Einladung zur 6. Woche des Sports aus. Diese findet Ende Juli 2016 in Altenwalde statt. (red)

Quelle:CN-Online

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